Geschichte

Die Helmsheimer Feuerwehrchronik 1900 bis 2000

,,Ich gelobe  meine Pflichten als Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Helmsheim gemäß dem Gesetze freiwillig und mit ganzem Ernst wahrzunehmen, meinem Vorgesetzten Gehorsam zu leisten und meinen Dienst gewissenhaft zu erfüllen, treu unserem Wahlspruch:

"GOTT ZUR EHR  DEM NÄCHSTEN ZUR WEHR"

Diese Verpflichtungsformel haben 50 Feuerwehrmänner vor dem ersten gewählten Kommandanten, Bürgermeister Schmidt am 2. September 1900 gesprochen.
Zur Zeit der Gründung unserer Feuerwehr herrschten sehr strenge Regeln. So kamen nur ,,unbescholtene Bürger" zur Feuerwehr. Monatlich mußte ein Mitgliedsbeitrag von 20 Pfennig entrichtet werden und wer den Feuerwehrdienst quittierte  wurde mit zehn Mark zur Kasse gebeten, eine  damals immense Summe. Was die Effektivität von Löscheinsätzen anging, so waren der Helmsheimer Feuerwehr Grenzen gesetzt. Man musste das Löschwasser aus dem Dorfbach schöpfen. Erst der Bau einer Wasserleitung 1907 machte einen schnellen und effektiven Einsatz möglich. Die Feuerwehr wurde zum wichtigen Bestandteil des Gemeindelebens: 1919 zählten 80 Mann zur Freiwilligen Feuerwehr Helmsheim. Aus den ersten Jahrzehnten sind nur wenige grosse Einsatzberichte bekannt  Erst 1926 wird über einen Brand auf dem Anwesen Goll und Wilhelm Schührer und zwei weiteren Bränden bei den Anwesen Karl-August Gretter und Familie Götz berichtet. Trotz der noch einfachen Ausrüstungen leistete die Wehr gute Arbeit. Das Feuerlöschwesen in einer Feuerwehr zu organisieren war unfraglich die richtige Entscheidung für Helmsheim gewesen.

Zum 25-jährigen Stiftungsfest am 4. Juli 1926 betrug der Rersonalbe-stand 64 Mann. Kommandant Hermann Schwedes machte das erste grosse Jubiläumsfest zu einem vollen Erfolg.

Am 8. Mai 1931 wurde die Wehr voll gefordert. Sindflutartige Regenfälle hatten ein Hochwasser von bis dahin nicht bekanntem Ausmass verursacht. Der Saalbach trat über seine Ufer.

Feueralarm in der Dorfmitte gab es am 8. März 1935.  Das Hinterhaus des Gasthauses Adler brannte.

Der 2. Weltkrieg: die Feuerwehrleute aus Helmsheim werden auch ausserhalb der Gemeinde gefordert. Zu Einsätzen wurden folgende Orte angefahren: Mannheim, Waghäusel, Oberhausen, Karlsruhe, Büchenau, Pforzheim und Bruchsal. Die Ausrüstung der Helmsheimer Feuerwehr war mittlerweile auf eine Motorspritize, Feuerhandspritze, einen Hydrantenwagen und eine fahrbare Leiter angewachsen. Für den Transport stand allerdings kein Fahrzeug zur Verfügung, diesen übernahm Kommandant Rudolf Steiner mit seinem privaten Kleinlastwagen. Den größten Einsatz während des II. Weltkrieges verzeichnet die Feuerwehrchronik am 1. März 1945 in Bruchsal. Zum Kriegsende brannte es auch in Helmsheim: in der Jöhlinger Straße bei Bucher, Gustav Häffele  und Adolf Feldmann.

Am 1. Januar l946 unterzeichneten 37 aktive Feuerwehrleute für den Weiter-bestand der Helmsheimer Wehr unter Kommandant Rudolf Steiner.

Das 50-jährige Bestehen feierte die Wehr unter dem Motto: „Wem’s hier net g’fällt - bei unsrem Fescht - der bleibt dahom und liegt ins Nescht". Die Veranstaltung fand  am 19. und 20. August 1950 statt. Ein halbes Jahrhundert Feuerwehrgeschichte konnte mit drei noch lebenden Gründungsmitgliedern gefeiert werden. Karl Schwedes, Josef Schüly und Friedrich Stuck wurden von Landrat Weiß besonders geehrt.
Der bis dahin grösste bekannte Brand ereignete sich am 13. Dezember 1951 bei Küfer Wilhelm Keim. Ein Ereignis, das in vielen Erzählungen auch heute noch wachgehalten wird. Der Ortskern befand sich in grosser Gefahr, da die Flammen von Scheune zu Scheune übersprangen.
1952 wieder Feueralarm: es brannten zwei Scheunen.
Das Jahr 1955 brachte zwei weitere wichtige Daten für unsere Wehr. Der Dorfbach ,,Jordan" trat am 25. Juni über seine Ufer und überflutete dabei etliche Keiler. Dies tat er zum letzten Mal, denn heute verläuft der Bach in einem Kanal unter der Kurpfalzstrasse. Am 19. November 1955 wurde ein Rohrwagen von der Landesfeuerwehrschule übernommen.
Neben der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen war schon immer die Unterbringung ein Problem. Die gesamte Ausrüstung war in der „alten Kelter" untergebracht Schon damals hatte man erkannt, daß dies keine Lösung auf Dauer sein konnte.

So wurden die ersten Planungsentwürfe zu einem neuen Feuerwehrhaus von Kommandant Valentin Bauer im März 1963 dem Gemeinderat Helmsheim vorgelegt.
Mit der Beschaffung eines neuen LF8/8 wurde am 26. Mai 1963 aber zunächst einmal die Ausrüstung verbessert. Mit dem neuen Fahrzeug war es möglich die Ausbildung zu forcieren. Technisch gut ausgerüstet und mit den neuen Geräten sehr gut vertraut konnte sich die Feuerwehr Helmsheim jedem Vergleich stellen.
1972 gab es in Helmsheim Veränderungen, die sich auch auf die Feuerwehr auswirkten: die bisher selbständige Gemeinde Helmsheim wurde nach Bruchsal eingemeindet Die Verhandlungen über ein neues Gerätehaus mußten nun mit der Stadt Bruchsal geführt werden. 1974 wurden erste Vorschläge unter-breitet Es dauerte dann bis zum  15.2.1979 als Kommandant Emil Specht vom Bürgermeisteramt  die Mitteilung über das Raumordnungsprogramm für den Neubau eines Gerätehauses erhielt. Am 20. Juni 1975 hies es zunächst einmal „75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Heimsheim". Ein Höhepunkt des Festes war die Aufführung des „Großen Zapfenstreichs" unter Mitwirkung des Musikvereins Helmsheim und des Spielmannszuges Bretten.

Am 1.Aprii 1981 erklären sich in Helmsheim zwölf Jugendliche bereit, in einer Jugendabteilung mitzumachen. Günter Baumgärtner, der erste Jugendwart unserer Feuerwehr, startete mit dem Aufbau der Jugendfeuerwehr Helmsheim. (Mehr Details zur Jugendarbeit seit 1981 sind in einem separaten Bericht zusammengefasst.)
Das Jahr 1982 brachte der Helmsheimer Wehr die Erfüllung des lange ersehnten Wunsches:  eine neues Feuerwehrgerätehauses. Am 16.12.1982 fand das Richtfest in der Karl-Friedrich-Straße statt. Am 11.11.1983 war Einweihungstag des neuen Feuerwehrgerätehauses.

Mit mehr Platz ausgestattet war es nun möglich auch einen Mannschaftstransportwagen unterzubringen. In Helmsheim rückt die Feuerwehr nun mit zwei Fahrzeugen aus und ist somit in der Lage auch mit mehr als einer Löschgruppe schnell am Einsatzort zu sein. Besonders geübt werden Einsätze mit dem LF8/8 und dem Tragkraftspritzenanhänger zur Förderung von Wasser über weite Strecken.
Am 11. Juni 1988 geht ein weiterer Wunsch in Erfüllung: Oberbürgermeister Bernd Doll überreicht  Abteilungskommandant Gerhard Schäffer die Schlüssel für ein neues Löschfahr-zeug LF 8/8.
Ein Beispiel für schnelles Eingreifen ist ein Einsatz vom 10.03.1989. Am Abend fand die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Helmsheim im grossen Saal des Feuerwehrgerätehauses statt. Plötzlich Alarm, in Sekundenschnelle waren das LF/8 und der Mannschaftstransportweg in Richtung Obergrombach zu einem Verkehrsunfall unterwegs. Nach kurzer Erkundung der Einsatzstelle erkannte Kommandant Schäffer, dass keine weiteren Einsatzkräfte angefordert werden mussten. Der Fahrer hatte sich ohne Hilfe der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreien können.  Die Unfallstelle wurde ausgeleuchtet und die Feuerwehrleute machten sich an die Arbeit.
Traditionen spielen im Leben der Feuerwehr in Helmsheim auch eine gewichtige Rolle. Heiratet beispielsweise ein Feuerwehrkamerad, so muss er zusammen mit seiner frisch angetrauten Ehefrau einen kleinen Brand mit der Kübelspritze löschen. Dabei kommt die für Übungszwecke hergestellte Metallfeuerwanne zum Einsatz. Im Mai 1989 mussten beispielsweise Ulrike und Dieter Häffele das Feuer löschen.
Das Jahr 1990  stellt einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte unserer Feuerwehr dar. Bei der Jahreshauptversammlung im Februar werden Kommandant Gerhard Schäffer und sein Stellvertreter Karl-Heinz Braun wiedergewählt. Ein grosses Fest steht an.
Wir feiern  „90-Jahre-Freiwillige-Feuerwehr-Helmsheim".  Helmsheim hat eine modern ausgestattete Feuerwehr, die in einem  richtigen Feuerwehrhaus untergebracht ist.  Ein neues Löschfahrzeug stehen zur Verfügung. Der Ausbildungsstand der Mannschaft ist sehr gut.

Zahlreiche Einsätze werden mit dem neuen Gerät gefahren und unzählige Übungsstunden absolviert. Der Dienstplan der Feuerwehr umfasst in jedem Jahr mindestens 20 feste Übungs-Veranstaltungen mit wechselndem Programm. Hinzu kommen Übungen an der Atemschutzstrecke der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal und die Teilnahme an Leistungsübungen. Gerade bei Leistungsübungen ist die Vorbereitungszeit für die Mannschaften eine harte Prüfung. Die Freizeit wird dann zu einem sehr grossen Anteil für die Feuerwehrarbeit eingesetzt.
Neben der feuerwehrtechnischen Seite gibt es bei einer freiwilligen Feuerwehr aber auch die Kameradschaftspflege. Denn bei Einsätzen ist es wichtig, dass sich jeder zu 100% auf den anderen verlassen kann. Bei Festbesuchen anderer Wehren gibt es zusätzlich die Möglichkeit sich über die Arbeit anderer Feuerwehren, deren Gerätschaften und Vorgehensweisen zu informieren. Wenn sich Feuerwehrleute in ihrer Uniform auf eine solche Veranstaltung begeben, so wurde bisher immer eine Anregung für die eigene Feuerwehrarbeit mit nach Hause genommen.
Bei Grossübungen kommen immer mehr die Jugendfeuerwehrleute mit zum Zuge. So auch bei der Übung im Helmsheimer Ortskern anlässlich des 90-jährigen Bestehens. Ein Feuer in einer Trafostation wurde angenommen. Die Jugendlichen zeigten, dass sie für die spätere Übernahme in den aktiven Dienst bestens vorbereitet sind.
Die Neunziger Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Helmsheim starten mit einer Reihe von Einsätzen . Sogar in der Neujahrsnacht am 01.01.91 um 2.45 Uhr mussten die Feuerwehrkameraden ausrücken. An der Bushaltestelle Richtung Obergrombach konnte ein Brand rechtzeitig klein gehalten werden.
Im Februar 1991 wurde die Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall gerufen. Eine eingeklemmte Person wurde befreit und die Strasse gereinigt.
Richtig brenzlig wurde es bei einem Kellerbrand am 5.4.91 am Schloßbergring. Schnelles Eingreifen einer Löschgruppe mit dem Einsatz von Atemschutzgeräteträgern konnte das Übergreifen des Feuers auf die Öltanks im Keller verhindern. 16 Mann waren im Einsatz. Dies war einer der grössten Brandeinsätze der vergangenen Jahre. Ein weiterer Brandeinsatz 1991: PKW Brand im Juni.
Im August 1991 musste ein Flächenbrand in der Burggrund - Klamme bekämpft werden. Zum Einsatz kamen hier vor allem Feuerpatschen, aber auch C-Rohre. Im September wiederum Einsatz der Feuerpatschen bei einer Waldbrandbekämpfung in Heidelsheim.
Im Oktober wurde ein Zimmerbrand in der Eberhardstrasse gelöscht. Glücklicherweise gab es bei keinem der Einsätze einen Personenschaden.
Bei der zunehmenden Anzahl von Hilfeleistungseinsätzen und bei Einsätzen ausserhalb der Wasserversorgungsmöglichkeiten zeigte sich immer mehr, dass ein Fahrzeug mit Wassertank fehlte.
Bei einem Verkehrsunfall auf der B35 Richtung Gondelsheim im November 1991 konnte die Feuerwehr Helmsheim deshalb nur wenig ausrichten. Helmsheim war zusammen mit den Kameraden aus Bruchal ausgerückt.
Abteilungskommandant Schäffer stellte dieses Thema deshalb immer wieder auf die Tagesordnung.
Durch Tausch mit der Abteilung Heidelsheim gelang es schliesslich 1998 ein solches Fahrzeug zu bekommen. Genaue Bezeichnung: LF 8/6.
Doch dazwischen lagen noch unzählige Einsätze und Arbeitsstunden. Bisher kaum erwähnt, aber immer wieder aufzubringen ist die Zeit der Leitungsmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Vor allem der Aufwand des Abteilungskommandanten. Alle Aktivitäten müssen geplant werden. Regelmässig werden hierzu Feuerwehrausschußsitzungen abgehalten. An diesen Sitzungsabenden nehmen der Abteilungskommandant, sein Stellvertreter, der Schriftführer, der Kassier, der Gerätewart und der sechsköpfige Feuerwehrausschuss teil. Für jeden, der bei der Feuerwehr ein Amt bekleidet bedeutet das eine Menge der Freizeit für den Dienst an der Allgemeinheit einzusetzen.
Im Mai 1992 wurde Hochwasseralarm gegeben. Zur Unterstützung der Feuerwehr in Bruchsal ging es zum Keller auspumpen. Im Juni wieder ein PKW-Brand. Diesmal konnte das fehlende Wasser im Fahrzeug durch Feuerlöscher ersetzt werden und diese waren ausreichend. Im Juli 1992 war ein grosses Unwetter über Helmsheim hereingebrochen. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz. Es gab 15 Einsatzstellen. Ebenfalls im Juli: Mähdrescherbrand bei der Weinberganlage. Leider konnte die Feuerwehr Helmsheim nur ihre Feuerlöscher einsetzen, das angeforderte Tanklöschfahrzeug aus Bruchsal  machte einen effektiven Einsatz erst möglich.  Im August 1992 wurde zu einem Verkehrsunfall Richtung Gondelsheim alarmiert. Ein PKW mit Anhänger war von der Strasse abgekommen und der Anhänger umgekippt. Die hier im Bericht aufgeführten Einsätze bilden nur einen Ausschnitt der Einsatztätigkeit, sie sollen exemplarisch für viele geleistete Einsatzstunden stehen.
Bisher haben wir von Aktivitäten wie Einsätzen, Übungen, Festbesuchen, Schulungsabenden, Ausschußsitzungen, Feuerwehrfesten und Jubiläen gehört, doch was wäre die Feuerwehr ohne den Feuerwehrausflug. 1992 fand ein Tagesausflug zum Tittisee statt. Der Tittisee ist für Feuerwehrleute ein beliebtes Ziel. Dort liegt das Feurwehrerholungsheim, wo auch schon Helmsheimer Kameraden Freizeiten verbracht haben.
Das Jahr 1992 fand mit einer Weihnachtsfeier einen harmonischen Ausklang.
1993 begann mit einem Brandeinsatz. Wohnungsbrand am Schloßbergring im Januar. Hier kamen vor allem Atemschutzgeräteträger zum Einsatz. Eine Person kam zur Untersuchung ins Krankenhaus, dank schneller Alarmierung und sofortigem Einsatz konnte grösserer Schaden vermieden werden.
1993 kam für die Unterbringung der Feuerwehr eine weitere Verbesserung hinzu. Hinter dem Feuerwehrgerätehaus befand sich ein unüberdachter Freiplatz. Um bei Übungen und sonstigen Aktivitäten Wetterunabhängig zu sein wurde eine Überdachung gebraucht. Natürlich war ein solches Bauvorhaben nicht einfach zu bewerkstelligen. Klar war, dass alleine mit Mitteln der Stadt Bruchsal keine Lösung gefunden werden konnte. Also klemmte sich Oberorganisator Gerhard Schäffer den Plan unter den Arm und überzeugte Oberbürgermeister Doll, die Kosten für das Material zu übernehmen. Am 12.06.93 konnte die Überdachung dann im Beisein von Oberbürgermeister Bernd Doll eingeweiht werden. Eine Vielzahl von freiwilligen Arbeitsstunden der Feuerwehrkameraden waren notwendig. Handwerkliches Geschick und Gemeinsinn gepaart mit der Freude an der Kameradschaft haben dies möglich gemacht.

Das Jahr 1994 war wieder geprägt durch zahlreiche Einsätze und Übungsaktivitäten. Bei PKW-Bränden zeigte sich wiederum, dass ein Löschfahrzeug mit Wasser von Nöten war. Ein wichtiger Punkt im Veranstaltungskalender ist auch der Kameradschaftsabend der Bruchsaler Feuerwehren. Bei einem Einsatz zu einem Verkehrsunfall bei der Einfahrt zum Schlossbuckel konnte die Feuerwehr nicht mehr helfen. Der PKW hatte sich übergschlagen, der Fahrer war tot. Der Brandeinsatz im Juli an der Bushaltestelle an der B35 war nach kurzer Zeit beendet. Mit 2 C-Rohren wurde das Feuer gelöscht. Ein Höhepunkt bei den kameradschaftlichen Aktivitäten in diesem Jahr war sicherlich der 3 - tägige Ausflug nach Paris. Auch 1994 hat sich die Anzahl der Aktivitäten bei der Feuerwehr weiter gesteigert. Durch die stetig steigenden Anforderungen stehen Ausbildung und Übung an oberster Stelle.

Im Januar 1995 hies es wieder „Einsatz Verkehrsunfall". Zusammen mit der Feuerwehr Bruchsal wurden Verletzte aus einem zwischen Obergrombach und Helmsheim verunglückten Fahrzeug befreit. Immer mehr rückt die zweite Übung im Monat in den Fordergrund. Traditionell findet immer am 2. Freitag im Monat die Monatsübung statt. 2 Wochen danach, eine Zusatzübung. Diese Zusatzübung hat als Schwerpunkt die Atemschutzausbildung. Ein Highlight auf der kameradschaflichen Seite bildet die Maifeier im Schiffgrund 1995. Bei Lagerfeuer und Spielen trifft sich die Feuerwehrfamilie mit Kind und Kegel. Für die Beständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Helmsheim spricht die Ehrung von Kameraden für 50 Jährige Mitgliedschaft. Dies waren Heinz Buchhalter, Emil Häfele und allen voran Ehrenkommandant Valentin Bauer.

Einen grossen Brandeinsatz verzeichnet die Feuerwehrchronik am 30.07.1995 in der Burggrundstraße. Durch die Enge der Strasse war der optimale Einsatz der Feuerwehrmannschaften gar nicht so einfach. Wegen der Grösse des Brandes wurde die Feuerwehr Bruchsal zur Unterstützung angefordert. Das zum Glück unbewohnte Gebäude wurde stark beschädigt, Dachstuhl und Tenne wurden ein Raub der Flammen. Nachlöscharbeiten waren auch am folgenden Tag notwendig.
Das Jahr 1996 brachte in Helmsheim wieder viele Feuerwehraktivitäten mit sich. Wieder war im Januar sofort ein Einsatz zu bestreiten. Diesmal brannte in der Neujahrsnacht ein Kleidercontainer. Im Mai kam eine dramatische Rettungsaktion zur Liste der Einsätze hinzu. Ein Arbeiter war bei Kanalarbeiten im Kanalgraber verschüttet worden. Der Graben musste abgestützt werden die Person befreit werden. Zu Hilfe kam die zusätzlcih alarmierte Feuerwehr Bruchsal mit schwerem Gerät. 1997 war wieder Hochwasser angesagt. Im Februar waren nach starken Regenfällen mehrere Einsätze notwendig. Vor  allem bei Gewerbebetrieben musste mit Schmutzwasserpumpen und Wasserstaubsaugern angerückt werden. Das Gewerbegebiet Mergelgrube wird mehr und mehr zum Übungsgebiet der Feuerwehr, da sich hier immer mehr Firmen ansiedeln.
Mit dem Jahr 1998 rückt das grosse Ereignis 100-Jahre-Feuerwerhr in Helmsheim in greifbare Nähe. Die Feuerwehr will gut vorbereitet sein. Aber zunächst einmal stehen wie in jedem Jahr eine Menge Aktivitäten zur Übung und Einsätze zur Bewältigung an. Herauszuheben ist hier der Einsatz bei der Firma Waffen-Neuwald in Bruchsal (8. Mai), wo die Helmsheimer Feuerwehr zur Unterstützung alarmiert wurde. Der grosse Dachstuhlbrand war schon von weitem zu sehen.
Im Juli war die Grundschule Helmsheim zu Besuch im Feuerwehrhaus. Die Kinder wurden über die Arbeit der Feuerwehr informiert und durften auch mal selbst eine Spritze in die Hand nehmen. Die Feuerwehrleute aus Helmsheim durften das Ruder in die Hand nehen, beim Ausflug nach Kulmbach war nämlich eine Main Floßfahrt mit eingeschlossen. Der absolute Höhepunkt des Jahres 1998 war aber die Fahrzeugübergabe und Fahrzeugeinweihung des LF8/6 im September. Durch Tausch mit der Feuerwehr Heidelsheim, die ihrerseits ein neues Löschfahrzeug mit Wassertank erhielt, wurde ein alter Wunsch endlich Wirklichkeit. Helmsheim hat ein Löschfahrzeug mit Wassertank. Viele Anstrengungen waren notwendig alles unter Dach und Fach zu bringen.



Die Übungen des Jahres 1999 standen somit unter dem Motto: „das neue Gerät richtig zum Einsatz bringen". Einsätze, bei denen kein Löschwasser aus der Wasserversorgung zur Verfügung steht können nun besser bewältigt werden. Dies wurde bis zum Redaktionsschluss dieses Berichtes auch vielfach unter Beweis gestellt. Das Jahr 1999 war wiederum von vielen Einsätzen geprägt.
An dieser Stelle sei neben der guten Ausrüstung auch die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrkameraden und vor allem ihrer Familien erwähnt. Ohne die Unterstützung unserer Angehörigen ist dieser Dienst an der Allgemeinheit nicht denkbar.
Klar handelt es sich bei der Feuerwehr Helmsheim um eine Freiwillige Feuerwehr und keine Berufsfeuerwehr. Der Dienst muss jedoch genau so gewissenhaft und gut ausgebildet durchgeführt werden. Die Kameradschaftspflege, die gemeinschaftlichen Aktivitäten wie Ausflüge und Besuche anderer Feuerwehren unterstützen diese Arbeit und fördern den notwendigen Zusammenhalt. Für alle Bürgerinnen und Bürger sind wir getreu unserem Wahlspruch da: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr".


IHRE FREIWILLIGE FEUERWEHR HELMSHEIM



Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr Helmsheim:

1900 - 1911 Bürgermeister Schmidt

1911 - 1913 Jakob Feldmann IV.

1913 - 1920 Ludwig Hurst

1920 - 1925 Bürgermeister Steiner

1925 - 1931 Hermann Schwedes

1931 - 1941 Heinrich Stein

1941 - 1954 Rudolf Steiner (Mühle Helmsheim)

1954 - 1976 Valentin Bauer (Gasthaus und Metzgerei zum Rappen)

1976 - 1985 Emil Specht

seit 1985 Gerhard Schäffer



TOP