Feuerwehreinsatz aufgrund ausgelöster Kohlenmonoxid-Warner
Datum: 17. Dezember 2025
Alarmzeit: 19:59 Uhr
Einsatzdauer: 2 Stunden 22 Minuten
Art: Gasausbruch
Einsatzort: Bachstraße, Untergrombach
Fahrzeuge:
- Bruchsal: 1/10-2 | KdoW 2, 1/33 | DLA(K) 23/12 AS, 1/52 | RW2, 1/73 | GW-T
- Obergrombach: 3/19 | MTW
- Untergrombach: 4/19 | MTW, 4/23 | TLF 16/25, 4/46 | HLF 20
- Büchenau: 5/19 | MTW, 5/42 | LF 10
Weitere Kräfte: Polizei, Rettungsdienst
Einsatzbericht:

An diesem Mittwochabend alarmierte die Integrierte Leitstelle (kurz: ILS) in Karlsruhe die Feuerwehr Bruchsal mit ihren Abteilungen Bruchsal, Büchenau, Obergrombach und Untergrombach zu einem Einsatz in der Bachstraße in Untergrombach. In einem Mehrfamilienhaus hatten dort die Kohlenmonoxid-Warner (kurz: CO-Warner) von Rettungsdienstmitarbeitern ausgelöst. Der Rettungsdienst war vor Ort, da er zu einem medizinischen Notfall in dem Haus in der Bachstraße alarmiert wurde. Nachdem die CO-Warner ausgelöst hatten, alarmierte der Rettungsdienst über die ILS die Feuerwehr hinzu.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten im Treppenhaus des Gebäudes zunächst keine erhöhten CO-Werte feststellen, was unter anderem daran lag, dass sich durch die geöffnete Haustür und geöffnete Fenster das Kohlenmonoxid (CO) verflüchtigt hatte. Weitere Messungen im Keller des Hauses ergaben dann jedoch wieder erhöhte CO-Werte. Resultierend daraus wurde zunächst die Heizungsanlage außer Betrieb genommen.
Ferner begann die Feuerwehr eine Überdruckbelüftung aufzubauen, um die sowieso bereits gesunkene CO-Konzentration im Gebäude vom Erdgeschoss aufwärts durch die massive Zufuhr von Luft weiter zu reduzieren. Für die Reduzierung des Kohlenmonoxids im Keller setzten die Einsatzkräfte eine Absaugvorrichtung ein.
Der Rettungsdienst kümmerte sich derweil um die sieben Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses, um auszuschließen, dass diese Symptomen einer CO-Vergiftung aufwiesen.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde nun auch der Revisionsschacht des Kamins geöffnet. Dort wurden dann tote Wespen entdeckt und die Einsatzkräfte vermuteten, dass der Kamin ggf. durch ein Wespennest blockiert sei und es somit zu der Verteilung des Kohlenmonoxids im Gebäude gekommen sei. Der Kamin wurde daher vom Keller aus mit einer Endoskopkamera kontrolliert. Die sich an der Einsatzstelle befindliche Drehleiter kontrollierte den Kamin vom Dach aus. Die Vermutung eines Wespennests bestätigte sich jedoch nicht.
Die eingeleiteten Lüftungsmaßnahmen zeigten zwischenzeitlich erste Erfolge. Die CO-Konzentration war merklich gesunken.
Eine inzwischen hinzugezogene Fachfima für Heizungsanlagen kontrollierte die Heizungsanlage und beließ sie außer Betrieb.
Nachdem gegen 22:00 Uhr erhöhte CO-Werte mittels der Messtechnik nicht mehr festgestellt werden konnten, übergab die Feuerwehr das Gebäude an den Hauseigentümer und verließ die Einsatzstelle.
Insgesamt war die Feuerwehr unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Andreas Kroll mit rund 30 Kräften und zehn Fahrzeugen im Einsatz.
Bericht: Thomas Bottling
Bilder: Feuerwehr Bruchsal (Gue)

