Beißender Geruch ruft Feuerwehr auf den Plan
Datum: 11. September 2026
Alarmzeit: 7:23 Uhr
Einsatzdauer: 7 Stunden 51 Minuten
Art: Nachschau U
Einsatzort: Eisenbahnstraße, Bruchsal
Fahrzeuge:
- Bruchsal: 1/10-2 | KdoW 2, 1/12 | ELW2, 1/17 | PKW, 1/19-1 | MTW 1, 1/19-2 | MTW 2, 1/42 | LF 10, 1/52 | RW2, 1/65-1 | WLF 1, 1/65-2 | WLF 2, 1/73 | GW-T, AB/Atemschutz, AB/Hygiene
- Obergrombach: 3/19 | MTW
- Untergrombach: 4/19 | MTW, 4/46 | HLF 20
- Büchenau: 5/19 | MTW
Weitere Kräfte: Fachberater Chemie, Gefahrgutzug Karlsruhe Land Nord, Polizei, SEG Bruchsal, Werkfeuerwehr KIT
Einsatzbericht:

Am Freitagmorgen wurde die Bruchsaler Feuerwehr um 07:23 Uhr von der Polizei zur Unterstützung in die Eisenbahnstraße gerufen. Nachdem am Morgen ein Einbruch in ein Gebäude festgestellt worden war, nahmen die eingesetzten Polizeikräfte bei den ersten Maßnahmen einen beißenden Geruch im Gebäude wahr und forderten daraufhin die Feuerwehr an. Nach einer ersten Erkundung durch die Feuerwehr wurden die Umwelt- und Strahlenschutzgruppe sowie die Führungsgruppe der Feuerwehr Bruchsal nachalarmiert. Zusätzlich wurden Fachberater Chemie des Landkreises Karlsruhe hinzugezogen. Zur Absicherung der eingesetzten Kräfte war außerdem die Schnelleinsatzgruppe Bruchsal (SEG), bestehend aus Kräften des Malteser Hilfsdienstes und des Deutschen Roten Kreuzes, vor Ort.
Da zunächst weder die Herkunft des Geruchs noch die genaue Art der vorgefundenen Substanz bestimmt werden konnten, wurden im weiteren Einsatzverlauf der Gefahrgutzug Nord des Landkreises Karlsruhe sowie ein Fachberater der KIT-Werkfeuerwehr hinzugezogen. Zur weiteren Erkundung gingen Einsatzkräfte unter Atemschutz und in Einmal-Schutzanzügen in die betroffenen Bereiche vor. Von der dort vorgefundenen Substanz wurden Proben entnommen. Diese wurden anschließend mit einem Einsatzfahrzeug zur Analytischen Task Force (ATF) der Feuerwehr Mannheim gebracht und dort näher untersucht.
Während der Einsatzmaßnahmen machte sich Ordnungsamtsleiter Oliver Bienek vor Ort ein Bild vom Einsatzverlauf. Aufgrund des zeitlichen Verzugs zwischen der Probenahme und der Analyse konnte die genaue Zusammensetzung der Substanz nicht mehr zweifelsfrei bestimmt werden. Die Untersuchungen ergaben jedoch, dass es sich nicht um einen toxischen Stoff handelte. Die Feuerwehr deckte die betroffenen Bereiche anschließend mit Folie ab und dichtete diese mit Klebeband ab. Die Polizei, die bereits während der Einsatzmaßnahmen die Ermittlungen aufgenommen hatte, versiegelte die betreffenden Bereiche. Eine Fachfirma wird in der kommenden Woche die fachgerechte Reinigung übernehmen.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Während der Einsatzmaßnahmen musste die Eisenbahnstraße für den Verkehr gesperrt werden. Die Feuerwehr Bruchsal war unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Andreas Kroll bis 15:14 Uhr im Einsatz.
Bericht: Thomas Bottling
Bilder: Feuerwehr Bruchsal [tobo]



