Zu einer gemeinsamen Übung trafen sich am heutigen Dienstagabend rund 30 Einsatzkräfte der Abteilung Untergrombach, der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe (kurz: USG) und der Führungsgruppe in einem Gewerbegebiet in Untergrombach. USG und Führungsgruppe setzen sich aus Feuerwehrfrauen und -männern aller sechs Abteilungen der Feuerwehr Bruchsal zusammen.
Bei dieser Übung wurde der Austritt einer unbekannten chemischen Flüssigkeit in einem Gewerbebetrieb angenommen.
Die Erkundung durch den Gruppenführer des ersten am Einsatzort eingetroffenen Löschfahrzeugs der Abteilung Untergrombach und einen Trupp unter Atemschutz ergab, dass durch das unbedachte Rangieren mit einem Gabelstapler ein Kunststoffbehälter beschädigt wurde, in dem sich eine unbekannte chemische Flüssigkeit befand. Diese trat aus, verbreitete sich auf dem Boden der Halle und führte zur Bewusstlosigkeit einer erwachsenen Person und eines Kindes (beide dargestellt durch Puppen/Dummys) Die beiden Verletzten wurden von den Einsatzkräften aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Der Gruppenführer ließ daraufhin die USG und die Führungsgruppe der Feuerwehr Bruchsal nachalarmieren.
Nachdem Eintreffen der USG wurden erste Maßnahmen zur weiträumigen Absperrung der Einsatzstelle getroffen.
Die unmittelbar danach eintreffende Führungsgruppe übernahm zusammen mit dem Einsatzleiter die Einsatzführung und -organisation. Sie wies nachrückenden Fahrzeugen einen Bereitstellungsraum zu, stellte Kontakt zu Fachberatern Chemie her, teilte die Einsatzstelle in Einsatzabschnitte ein u.v.m.
Für die USG entspannte sich die Lage recht schnell, da der erste unter Atemschutz eingesetzte Trupp ein Produktdatenblatt des chemischen Stoffes gefunden hatte. Nach der Sichtung war klar, dass die Gefährdung durch den Stoff mittels Belüftung der Halle reduziert werden konnte. Als weitere Maßnahme wurde der Leck geschlagene Kunststoffbehälter abgedichtet, um ein weiteres Auslaufen der Flüssigkeit zu verhindern. Die weitere Entsorgung des Stoffes musste dann durch eine Fachfirma erfolgen.
Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen den ersten am Einsatzort eintreffenden Einsatzkräften und der USG zu verbessern und zu intensivieren, in dem sich beide eng miteinander abstimmen, Hinsichtlich der Führungsgruppe galt es, die organisatorische Zusammenarbeit mit der USG zu optimieren. Zudem hatte die Führungsgruppe die Gelegenheit, erstmals mit ihren neu beschafften Dokumentationstools zu üben. Die Ziele wurden überwiegend erreicht und man verständigte sich darauf, künftig weitere Übungen dieser Art durchzuführen.
Bericht: Thomas Bottling
Bilder: Feuerwehr Bruchsal (jupe, tobo, ddu)








