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Unbenanntes Dokument
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Umwelt-
und Strahlenschutzgruppe |
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Bei
der Feuerwehr Bruchsal hat es schon seit Jahrzehnten Sonderausrüstung
für Gefahrgutunfälle gegeben, wenn auch nur
für den Bereich Ölwehr. Auf dem Rüstwagen
der Abteilung Bruchsal waren Ölschutzkleidungen,
Ölsperren für Gewässer, Mineralölumfüllpumpen
und Auffangmittel verlastet.
In den 80er Jahren wurde
bei der Abteilung Bruchsal durch die Nähe zu kerntechnischen
Anlagen eine Dekon-Gruppe als Katastrophenschutzeinheit
für Unfälle mit radioaktivem
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Material aufgestellt
und mit den entsprechenden Mess- und Schutzgeräten
ausgestattet.
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Schon zu diesem Zeitpunkt war aber auch klar, dass die
Bewältigung von anderen Gefahrstoffunfällen
so nicht ausreichen würde, denn das Risiko für
Unfälle in Bruchsal und den Stadtteilen stieg mit
der Ansiedlung von Firmen die Gefahrgut verarbeiten
oder lagern, Laboratorien, Arztpraxen und dem Kreiskrankenhaus
mit radioaktiven Strahlern, dem zunehmenden Transport
von Gefahrgütern auf den viel befahrenen Bahnstrecken
und auf der Bundesautobahn schnell an. Das führte
zunächst (neben der Dekon-Gruppe) zur Aufstellung
einer gemeinsamen Gefahrgutgruppe von Mitgliedern der
Abteilungen Bruchsal und Untergrombach, die sich im
Umgang mit Säuren, Laugen und ähnlichen Gefahrstoffen
vertraut machten und für deren Arbeit auch die
entsprechende Schutzkleidung und Messtechnik beschafft
wurde.
Durch
Doppelfunktionen der Mitglieder (sowohl aktiv bei Dekon-
als auch bei Gefahrgutgruppe) und hauptsächlich
durch einsatztaktische Überlegungen (die Vorgehensweise
im Gefahrstoff- bzw. Strahlenschutzeinsatz ist annähernd
gleich) wurden die beiden Gruppen Mitte der 90er Jahre
zu einer Einheit zusammengefasst und bilden seit dem
die Umwelt- und Strahlenschutzgruppe der Freiwilligen
Feuerwehr Bruchsal (USG). Sie besteht zurzeit aus Mitgliedern
der Abteilungen Bruchsal, Helmsheim und Untergrombach
und wird mit einer eigenen Funkmelderschleife nach Alarm-
und Ausrückeordnung sofort bei bestimmten Einsatzstichworten
oder auf Anforderung des Einsatzleiters zu den Einsätzen
gerufen. Die Führungskräfte der USG stehen
dann dem Einsatzleiter beratend und ausführend
zur Verfügung. |
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Elf
Übungen im Jahr plus entsprechende Einsatzübungen
mit den Abteilungen sorgen für einen guten Ausbildungsstand.
Hier ein Auszug aus dem Dienstplan der USG für
das Jahr 2006:
„Aufbau und Organisation der USG“, „Gefahrgutkennzeichnungen“,
„Messtechnik (Stationsausbildung)“, „Schutzanzüge
(Stationsausbildung)“, „Messtechnik Strahlenschutz
(Sonderübung beim ABC-Zug Karlsruhe)“, „Abdichten
und Umpumpen (Stationsausbildung)“, „Einsatztaktik
im Gefahrguteinsatz“, „Öleinsatz auf
Gewässern“, „z.b.V.“, |
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| „Einsatzübung
Gefahrgut (mit Abt. Obergrombach)“, „Einsatzübung
Strahlenschutz“, „Jahresabschluss“. |
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Die Notwendigkeit solch einer Spezialeinheit belegen die Einsätze.
Dabei können dann auch die Fachberater „Umwelt“
aus den Feuerwehren des Landkreises oder bei Großeinsätzen
die Gefahrgutzüge Nord und Süd des Landkreises unterstützend
angefordert werden. Umgekehrt steht die USG, genau wie die
anderen Umweltschutzgruppen der Feuerwehren im Landkreis,
den Gefahrgutzügen im Landkreis für größere
Einsätze mit Personal und Material zur Verfügung. |
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Natürlich fällt nicht jeden Tag ein Säuretankfahrzeug
um oder wird Gefahrgut im Betrieb verschüttet,
aber einige Unfälle mit Gefahrstoffen waren in
den Bruchsaler Abteilungen schon zu bewältigen.
Nur entsprechend ausgestattetes und ausgebildetes Personal
kann dann im Gefahrenbereich tätig werden. Selbstverständlich
sind alle Mitglieder der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe
einsatztaugliche Atemschutzgeräteträger. Für
den Einsatz unter einem gasdichten Chemikalienschutzanzug
haben sie alle (auch die Führungskräfte der
USG) eine Sonderausbildung erhalten, ohne die ein Einsatz
aufgrund |
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besonderer
Bedingungen und Gefährdungen verboten wäre. Messgeräte
zur Bestimmung der gefährlichen Eigenschaften des ausgetretenen
Gefahrstoffes, Materialien zum Eindämmen, Auffangen,
Umpumpen und besondere Schutzmaßnahmen (Einsatz explosionsgeschützter
Geräte und Fernmeldemittel), die Kenntnis über die
Gefährlichkeit der Stoffe und die Anwendung der vorgeschriebenen
Einsatztaktik lassen zwar Unfälle mit atomaren, biologischen
oder chemischen Gefahrstoffen im Bruchsaler Ausrückegebiet
nicht verhindern, aber deren Folgen meistens schnell mindern
oder beseitigen. Die Umwelt- und Strahlenschutzgruppe der
Feuerwehr Bruchsal ist auf jeden Fall dabei! |
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