Untergrombach
Ca.
4000 v. Chr. wurde die erste menschliche Siedlung auf dem Michaelsberg
errichtet. Aus unbekannten Gründen wurde sie jedoch wieder aufgegeben.
789 und 791 n. Chr. wurde das Dorf Grombach (Grünbach) zum ersten
Mal erwähnt. Franken hatten das Grombachtal unterhalb des Michaelsberges
besiedelt.
Bekannteste
Figur aus Untergrombach ist der Bauernführer Joß Fritz, der
sich um 1500 n. Cr. gegen die Knechtschaft der Obrigkeit wehrte, jedoch
durch Verrat fliehen musste.
Kriege
und Krankheiten brachten immer wieder Not und Elend über die Bevölkerung,
die sich mit Weinbau, Landwirtschaft und Tabakanbau (1858 erste Zigarrenfabrik)
ihr tägliches Brot verdiente. Das änderte sich erst mit dem
Bau der Eisenbahn und der Industrialisierung.
Nach
dem 2. Weltkrieg begann langsam wieder der Aufschwung. Neue Baugebiete
und das Industriegebiet entstanden.
Mit
Wirkung vom 01.07.1971 wurde Untergrombach im Zuge der Gebietsreform ein
Stadtteil von Bruchsal. Heute leben über 6000 Einwohner auf einer
Gemarkungsfläche von 960 Hektar.
Die
Freiwillige Feuerwehr Untergrombach wurde am 21. Februar 1892 auf Anregung
des Großherzoglichen Bezirksamtes gegründet, da die Durchführung
der Feuerlöschmaßnahmen bei Brandfällen bei den eingeteilten
Mannschaften mancherlei Mängel aufwiesen.
Bereits
fünf Tage später musste die junge Wehr ihre erste Feuertaufe
bestehen. Um 02.30 Uhr brannte die Scheune des Johann Biedermann mit allen
Vorräten nieder. Die angrenzenden Gebäude nahmen jedoch keinen
Feuerschaden, was auf einen tatkräftigen Einsatz der Wehrmänner
schließt.
Im
2. Weltkrieg wurden die Wehrmänner zu zahlreichen Einsätzen
nach Pforzheim, Mannheim und Karlsruhe gerufen. Durch die gelichteten
Reihen der Männer war es notwendig, 29 Frauen für den örtlichen
Feuerschutzdienst zu verpflichten.
Zur
ersten Generalversammlung nach dem Krieg fanden sich erfreulicherweise
viele Wehrmänner ein.
Handdruck-
und Tragkraftspritzen waren bis 1956 das Handwerkszeug der Wehrmänner.
Erst dann wurde der Wehr ein Löschfahrzeug LF 8 auf Opel-Blitz-Fahrgestell
übergeben.
1959
fiel die Anschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges mit einer TS 8
und eines Rohranhängers mit Schnellkupplungsrohren an.
1974
wurde das heutige Feuerwehrhaus eingeweiht und der Wehr als Geschenk ein
gebrauchtes Tanklöschfahrzeug der Abteilung Bruchsal übergeben.
1980
musste das altersschwache LF 8 durch ein neues LF 8/8 ersetzt werden.
Der Zeit entsprechend war das Fahrzeug mit vier Atemschutzgeräten
und einem Notstromaggregat bestückt.
An
Großfahrzeugen wurden bis heute mehrmals gebrauchte Tanklöschfahrzeuge
der Abteilung Bruchsal übernommen, die durch den Kauf neuer Fahrzeuge
zur Verfügung standen. Ein Lichtmastanhänger und ein Rettungsboot
ergänzen den Fuhrpark.
Eine
Zunahme der Einsätze, personelle Zwänge während der Tagesarbeitszeit
und natürlich Großeinsätze erfordern für bestimmte
Einsatzstichworte die gleichzeitige Alarmierung mehrerer Bruchsaler Abteilungen.
Deshalb sind gemeinsame Übungen, auch mit anderen Hilfsorganisationen,
eine Selbstverständlichkeit geworden.
Bei
den Spezialeinheiten Führungsgruppe, sowie Umwelt- und Strahlenschutzgruppe
der Feuerwehr Bruchsal wirken wir mit und zusammen mit der Abteilung Bruchsal
rücken wir zu Einsätzen auf die Bundesautobahn aus.
Am
26.11.2003 wurde zusammen mit dem DRK Ortsverband Untergrombach die Notfallhilfe
Untergrombach gegründet. Sie dient zur schnellen rettungsdienstlichen
Hilfe bei lebensbedrohenden Zuständen und stellt eine Ergänzung
zum Rettungsdienst dar. Die Verwaltung der Notfallhilfe obliegt dem DRK;
beide Organisationen stellen das Personal. Als Fahrzeug steht ein DRK-Einsatzfahrzeug
und bei Ausfall desselben der MTW der Feuerwehr zur Verfügung.
Zu
den Feuerwehrkameraden unserer Partnerstadt St. Marie aux Mines in Frankreich
unterhalten wir sehr gute Kontakte im Sinne eines vereinten Europa.
Wir freuen uns auf
einen Besuch unserer Homepage
www.feuerwehr-untergrombach.de

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